Siebdruck
Bitte beachten Sie, dass beim Siebdruck, wie auch bei den
meisten anderen Veredelungstechniken Vorkosten anfallen. Diese
beinhalten zum Beispiel die Filmerstellung (Ausbelichtung)
und die Siebe. Denn für jedes Logo/Motiv, benötigen
Sie einen Film/pro Farbe und ein Sieb/pro Farbe.
Vor allem im Textilbereich das am meisten verbreitete Druckverfahren.
Der Farbauftrag beim Siebdruck ist fünf- bis zehnmal
so dick wie bei anderen Druckverfahren. Dies erklärt
sich dadurch, dass der Siebdruck eine Drucktechnik ist, bei
der die Farbe durch eine Druckform gedruckt wird. Er zählt
deshalb zu den Durchdruckverfahren. Im eigentlichen Sinne
handelt es sich um eine Schabloniertechnik. Von jeder Farbe
des Motivs wird ein Lithofilm als Vorlage zur Belichtung eines
Siebes erstellt. Durch die Belichtung werden nur die Stellen
des Siebes durchlässig, durch die die Farbe gerakelt
wird. Diese Siebe und Filme sind quasi die Schablonen der
Farben Ihres Logos/Motivs, d.h. pro Farbe eine Schablone (ein
Film / ein Sieb). Die Schablonen werden auf das zu bedruckende
Material gelegt und mit Hilfe einer Rakel mit Farbe bestrichen.
Bei mehreren Farben werden die Farben mittels eines Siebdruckkarrussels
aufgetragen. Beim Druckvorgang dringt die Farbe durch die
offenen Stellen der Siebe auf den Bedruckstoff und bildet
auf diesem das Druckmotiv ab.
Vorteil: Sehr waschbeständig, fast jedes
Material bedruckbar, sehr günstig bei größeren
Stückzahlen, auf jede Untergrundfarbe druckbar.
Nachteil: Die Vorkosten für Film- und Sieberstellung
machen kleine Stückzahlen und farbig aufwendige Motive
relativ teuer.
Bei dunklen Textilien wird ein Unterdruck benötigt
Beim Siebdruck von helleren Farben auf dunklere Stoffe (z.B. gelber Druck auf Navy) muss in der Regel ein Unterdruck in einem speziellen Weiß oder deckend in gleichen Farbton erfolgen. Dieser Arbeitsgang wird wie eine weitere Druckfarbe berechnet (Beispiel: 3-farbiges Motiv auf schwarze Shirts = 4-farbiger Preis).
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